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Manchmal beginnt Veränderung mit einem bewussten Atemzug

Aktualisiert: 20. März


Irgendwo zwischen zwei Gedanken taucht diese Frage auf:

Warum ist das Leben so schwer?

 

Im Grunde war es das schon immer.

Anstrengend.

Kräftezehrend.

Energieraubend.

 

Und trotzdem hast du dich immer wieder aufgerappelt.

Hast weitergemacht.

Durchgehalten.

 

Immer wieder.

 

Und trotzdem immer wieder dieselben Fragen:

Was stimmt mit mir nicht?

Warum scheint es für mich so viel schwerer zu sein als für andere?

Warum bin ich so empfindlich?

 

Ich habe keine Lust mehr zu kämpfen.

Ich kann nicht mehr kämpfen.

Ich habe einfach keine Energie mehr.

 

Vielleicht bist du eine von vielen Frauen,

die genau diese Gedanken kennt.

 

Besonders abends.

Wenn du im Bett liegst.

 

Dein Körper ist müde.

Von allem und nichts.

 

Und trotzdem findest du keine Ruhe.

 

Dein Atem ist flach.

Von außen kaum wahrnehmbar.

Die Welt steht still.

 

Viele feinfühlige, gut funktionierende Frauen kommen irgendwann an den Punkt,

an dem ihr System einfach nicht mehr mitmacht.

 

Nicht, weil sie nicht stark genug sind.

Sondern weil es schlicht nicht mehr geht.

 

Kein Funken Energie mehr.

Selbst kleine Dinge werden plötzlich zur Überforderung.

 

Zu lange hast du dein System überspannt.

Die eigene Stimme überhört.

Erwartungen erfüllt.

 

Warst die Freundin, die immer da ist.

Die Mutter, die alles trägt.

Die, die alles irgendwie hinbekommt.

Vielleicht warst du auch beruflich immer erfolgreich.

 

Und kaum jemand hat gesehen,

wie viel Kraft dich das kostet.

 

Wie anstrengend es ist, unter vielen Menschen zu sein.

Small Talk zu führen.

Den Lärm auszuhalten.

Das grelle Licht.

 

Vielleicht warst du schon mittags überreizt.

Und bist trotzdem weitergegangen.

 

Du hast funktioniert.

Wahrscheinlich sogar erstaunlich gut.

 

Aber der Preis war hoch.

 

Und irgendwann… wird dir das bewusst.

 

Vielleicht spürst du dich selbst schon lange nicht mehr.

Ich war selbst mal dort und kenne diesen Schmerz.

 

Für mich liegt der erste Schritt in die Heilung, in ein neues Leben darin,

erstmal wieder zur Ruhe zu finden.

Sich selbst wieder wahrzunehmen.

 

Deshalb möchte ich dich gerne in ein Bild mitnehmen.

Ich lade dich ein, für einen kurzen Moment aus deinem Kopf auszusteigen.

Für einen kleinen Moment wieder zur Ruhe zu kommen.

 

In meiner ganzheitlichen Arbeit beziehe ich die Pferde gerne mit ein- oft nur als Bild.

Sie waren immer ein Teil meines Lebens und sehr gute Lehrer.

 

Sie leben im Moment.

Sie nehmen mit all ihren Sinnen wahr.

Sie regulieren sich immer wieder – ganz selbstverständlich.

Und oft nehmen sie besser wahr, wie es uns geht- als wir das selber tun.

Sie verkörpern etwas, das wir oft verloren haben.

Vielleicht ist es genau das, was uns so berührt, wenn wir ihnen begegnen.

 

Und hier nun ein Bild für dich:

 

Stell dir einen warmen Abend auf einer ruhigen Wiese vor.

Eine kleine Pferdeherde steht ganz in deiner Nähe.

 

Dein Blick bleibt an einem Pferd hängen.

Seine Augen wirken weich.

Ruhig.

Irgendwie tief.

 

Als hätte es dich bemerkt, kommt es langsam auf dich zu.

Es berührt dich sanft mit der Nase.

Bleibt bei dir stehen.

 

Dann schüttelt es sich leicht…

und lässt den Kopf sinken.

 

Du beobachtest es.

 

Der Körper entspannt sich.

Ein Hinterbein ist locker abgeknickt.

Die Augen halb geschlossen.

 

Du siehst diesen großen Körper atmen.

Ruhig.

Gleichmäßig.

 

Und irgendwann erinnerst du dich daran,

dass Pferde unseren Atem wahrnehmen.

Unseren Herzschlag.

Unsere Energie.

 

Das Pferd neben dir schnaubt leise.

 

Und irgendwie… fühlst du dich eingeladen.

 

Du atmest aus.

 

Dann noch einmal.

 

Und irgendwann beginnst du, mit diesem Pferd zu atmen.

 

Ein…

und aus.

 

Langsamer.

Tiefer.

 

Du spürst deinen Brustkorb.

Deinen Bauch.

 

Spürst, wie dein Atem ruhiger wird.

Wie dein Herzschlag langsamer wird.

 

Das Pferd beginnt neben dir zu grasen.

Du hörst das ruhige Kauen.

Riechst das Gras.

Fühlst die Luft.

 

Und in diesem Moment scheint es dir zu sagen:

 

Es ist okay.

Für diesen Moment ist es okay.

 

Um einen neuen Weg zu gehen, braucht es vielleicht eine Entscheidung.

 

Aber vielleicht braucht es zuerst etwas anderes.

 

Die Entscheidung, wieder bei dir anzukommen.

 

Mit allem, was du bist.

 

Und manchmal beginnt genau das…

mit einem einzigen bewussten Atemzug.

 

Wenn du dich in diesen Zeilen wiedererkennst

und mehr über meine Arbeit erfahren möchtest,

dann schreibe mir einfach eine Nachricht mit dem Wort „Atem“.

 

Vielleicht kennst du auch jemanden,

für den genau diese Worte gerade wichtig sein könnten.

 

Dann teile den Text gerne weiter.

 

Love

Jessica



 
 
 

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