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Wie ein einziger Moment mein Leben verändert hat

Liebe Leserin,

in meiner letzten Nachricht habe ich davon berichtet, dass sich bei mir einiges getan hat in den letzten Jahren. Heute möchte ich dich einladen, mit mir in eine sehr persönliche Geschichte einzutauchen – eine Erfahrung, die mich tief berührt und meinen weiteren Weg geprägt hat.

Der magische Ort

Der Beruf meines Mannes hat uns für drei Jahre in die USA geführt. Im Spätsommer 2018 stehe ich auf einer weiten Wiese auf der Pebble Ledge Ranch in Ohio – einem für mich magischen Ort:

Wilde Kräuterwiesen. Alte Bäume. Felsen. Eine kleine Pferdeherde, die in tiefer Ruhe grast. Ein Platz, an dem die Zeit langsamer zu fließen scheint.

Jackie Lowe-Stevenson, die diesen Ort gemeinsam mit ihrem Mann hütet, ist Therapeutin, Mentorin und Seelenfrau. Ich durfte sie über ein Coachingprogramm kennenlernen, und sie hat mich eingeladen, sie bei einem ihrer Seminare zu unterstützen.

Jackie ist die Gründerin von „Spirit of Leadership" und arbeitet hauptsächlich mit Non-Profit-Organisationen im Feld des erfahrungsbasierten Lernens mit Pferden. Sie hat dazu viele öffentliche Vorträge gehalten, ist international verknüpft und setzt sich stark für die Rechte von Frauen ein, die Gewalt erleben mussten.

Ich war schon immer ein Pferdemensch und habe mich geehrt gefühlt, dort mitwirken und von Jackie lernen zu dürfen.

Der Moment, der alles veränderte

Dieser eine Moment ist mir besonders im Herzen geblieben.

Gemeinsam mit dem Leiter eines Ärzteteams, das zu einem Retreat vor Ort war, stehe ich auf der weiten Pferdewiese. Wir hängen in Stille einem Achtsamkeitsimpuls nach, als sich eines der Pferde grasend zu uns gesellt.

Der Mann – seinen Namen weiß ich leider nicht mehr – steht zunächst ganz ruhig neben dem Pferd. Irgendwann legt er intuitiv eine Hand auf dessen Schulter. Er schließt die Augen und scheint wie in stiller Kommunikation mit dem Pferd versunken.

Etwas später, als wir über die Wiese zurücklaufen, sagt er leise:

„Mein Bruder ist vor ein paar Monaten gestorben. Ich war nicht bei ihm, als es geschah – ich war unterwegs. Ich habe mich so schuldig gefühlt."

Die Tränen laufen ihm über das Gesicht.

„Gerade mit dem Pferd … ich kann es nicht erklären … Ich habe ihn gespürt. Ganz klar. Ich weiß jetzt, dass es okay ist. Er liebt mich und ich darf mir vergeben."

Was ich in diesem Moment verstanden habe

Ich habe viele wirkungsvolle Tools, um Menschen in der Tiefe zu begleiten. Dafür braucht es keine Pferde.

Aber in diesem Moment habe ich verstanden, wie mächtig Präsenz ist. Wie heilsam ein Raum sein kann, in dem einfach nichts muss. In dem man nur sein darf. Und wie tief die Frequenz eines Pferdeherzens uns berühren kann, wenn wir bereit sind, unser Herz ein wenig zu öffnen.

In jeder Zelle war da meine Erkenntnis: „Das ist es. So möchte ich mit Menschen arbeiten."

Eine Vision, die mich bis heute trägt

Seit diesem Moment begleitet mich dieses innere gefühlte Bild als Vision: Räume zu erschaffen, in denen diese stille Form der Heilung geschehen darf. Wo der Körper sich entspannen und Seele und Herz sich wieder erkennen und öffnen dürfen.

Diese Vision hat mich geprägt und geleitet. Sie ist der Grund, warum ich heute die Arbeit tue, die ich tue.

Dein nächster Schritt

Wenn dich diese Geschichte berührt hat und du spüren möchtest, wie pferdegestützte Arbeit wirkt, habe ich ein Angebot für dich:

Trauma-Intensivtage 1:1 (3-4 Tage) Erlebe tiefe Transformation im Feld der Pferde oder online – ganz in deinem Tempo. [Mehr erfahren & buchen]

Oder: Persönliches Kennenlerngespräch Lass uns schauen, welche Form der Begleitung zu dir passt. [Termin buchen]

Schön, dass du da bist.

Herzlich, Jessica

P.S. Wenn dich etwas an meiner Geschichte berührt hat, freue ich mich sehr, wenn du deine Gedanken mit mir teilst. Ich lese jede Nachricht persönlich 🌸


 
 
 

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