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Dein Weg zur Selbstliebe- 6 Strategien zu mehr Akzeptanz und einem positiveren Selbstbild

Selbstliebe- dieses Wort hören oder lesen wir sehr häufig, wenn es um die Themen Mindshift, Persönlichkeitsentwicklung, Achtsamkeit o.ä. geht. Viele Menschen sind dabei zunächst kritisch und hinterfragen das Konzept im Sinne von ,,darf ich das denn überhaupt?‘‘ Ist das nicht gleichzusetzen mit Eitelkeit, Egoismus oder sogar Narzissmus? Diese negativ gefärbten Vorurteile möchte ich hier zunächst ausräumen. Selbstliebe hat weder etwas mit Eitelkeit noch mit Egoismus zu tun. Es geht vielmehr um ein positives Selbstbild, sich persönlich weiter zu entwickeln und zu lernen, sich selber in seinem gesamten Sein, also mit allen Stärken und Schwächen, sowie Ecken und Kanten, anzunehmen. Es ist viel mühsamer sich im Leben vorwärts zu bewegen, wenn wir uns ständig selber schlecht machen, unsere Fähigkeiten herunterspielen, versuchen von jedem gemocht zu werden und uns mit unerreichbaren Idealen vergleichen. Uns mit allem anzunehmen, uns so zu akzeptieren, wie wir sind, nicht mehr gegen uns zu arbeiten, sondern für uns, kann eine völlig neue Leichtigkeit ins Leben zaubern und dazu die Fähigkeit, auch anderen Menschen liebevoller zu begegnen.

Doch wie erreiche ich dieses allgegenwärtige Gefühl von Akzeptanz und Selbstliebe? Warum fällt es so vielen Menschen so unglaublich schwer, dieses Gefühl von: ‘‘Ich bin genau richtig so wie ich bin‘‘ zu fühlen? Wie kann man lernen, sich selbst bedingungslos zu akzeptieren und zu lieben? Bevor ich hier ein paar konkrete Strategien mit Dir teile, wie man die eigene Akzeptanz fördern kann, möchte ich wenigstens ganz kurz auf den Ursprung für dieses Problem eingehen.

Der ursprüngliche Mangel an Akzeptanz liegt in unserer kindlichen Entwicklungsgeschichte. Als Kinder kommen wir völlig unbefangen auf die Welt. Wir bringen kein Konzept mit, welches entweder positiv oder negativ ist. Wir ‘sind‘ einfach und erleben uns selber als Bezugspunkt unserer Realität. Durch die Erwartungshaltung unserer Gesellschaft lernen wir uns anzupassen, entwickeln kulturell passende Fähigkeiten und wir lernen u.a. Durch Belohnung, dass es sich lohnt Dinge gut zu machen, Aufgaben zu erfüllen und Leistungen zu bringen. Wir lernen über die Reaktionen aus unserer Umwelt, was gut ist und was nicht. Auch lernen wir, dass es in unserer Gesellschaft Bezugspunkte im Außen gibt, an denen wir uns offensichtlich orientieren sollen. Erhält ein Kind, besonders innerhalb seiner ersten Lebensjahre, nicht hinreichend Aufmerksamkeit, Bestätigung oder Zuspruch von seinen Bezugspersonen, wird dagegen sogar übermäßig oft ermahnt oder ausgeschimpft, bilden sich die ersten grundlegenden limitierenden Glaubenssätze aus wie: ,,Ich reiche nicht‘‘, ,,ich bin nicht ok‘‘, ,,ich bin nicht gut genug‘‘ bis hin zu ,,ich bin schlecht‘‘. Insbesondere bei Kindern, deren Selbstbild nicht stabil und positiv ausgerichtet ist, nimmt die negative Entwicklung, durch die Beschaffenheit unseres Bildungssystems und der sozialen Medien dann häufig weiter ihren Lauf. Jede negative Erfahrung im Leben verfestigt das Bild, das wir von uns selber haben, weiter. Es wirkt dann wie ein Betriebsprogramm in unserem Unterbewusstsein. Es beeinflusst, wie wir uns selber wahrnehmen, was wir uns zutrauen, welche Entscheidungen wir treffen, durch welche Brille wir die Welt sehen, wie wir uns verhalten, ja, auch wie wir unsere Beziehungen, unsere gesamte Realität gestalten. Diese Muster im Erwachsenenalter (nach dem wir sie unser gesamtes Leben lang für real gehalten haben) zu verändern und eine liebevollere Sichtweise von uns selber zu entwickeln, ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen geschehen, sondern mitunter Monate oder auch Jahre benötigen kann. Auf dem Weg zu mehr Selbstliebe kommt man also nicht daran vorbei sich früher oder später mit seinen Glaubenssätzen auseinanderzusetzten. Doch es lohnt sich! Und es lohnt sich dran zu bleiben und sich nicht entmutigen zu lassen. Neben der Bearbeitung der eigenen Glaubenssätze, gibt es ein paar weitere Stragtegien die Dein Selbstbild stärken und Deine eigene Akzeptanz fördern werden. Diese möchte ich hier nun vorstellen:


Schenke Dir ein Lächeln


Sieh Dich jeden Morgen bewusst im Spiegel an, ganz ohne Dich zu bewerten. Dann lächle Dein Spiegelbild an und sage: ,,[Deinen Namen],ich bin stolz auf dich!‘‘ und wünsche Dir selbst einen wundervollen, erfolgreichen, großartigen Tag!

Am Anfang wirst Du Dir vielleicht etwas merkwürdig dabei vorkommen, aber es wird mit der Zeit leichter. So startest Du mit einem Lächeln und einem positiven Gefühl in den Tag. Noch intensiver wirkt es, wenn Du Dir eine kleine Liste mit 5 positiven Affirmationen an den Spiegel pinnst, die Du zusätzlich jeden Morgen für dich wiederholst.


Achte auf Deinen Körper und gehe liebevoll mit ihm um


Du hast nur ein Leben und in diesem Leben nur einen Körper. Gehe also achtsam und liebevoll mit ihm um. Natürlich soll das nicht heißen, dass Du irgendwelchen, kaum erreichbaren Schönheitsidealen nacheifern sollst. Jeder Körper ist einzigartig. Lerne genau wahrzunehmen, was Dein Körper braucht. Er ist ein wahres Wunderwerk und wahnsinnig intelligent. Wenn Du genau hinhörst und lernst die Signale wahrzunehmen, die er Dir sendet, wird Dir Dein Körper mitteilen, welche Bedürfnisse er hat, egal, ob es um bestimmte Nährstoffe, Sport, Ruhe oder Schlaf geht. Hier geht es also nicht um das Bild von dem perfekten Körper, wie Du es vielleicht bislang in Deinem Kopf hattest. Es geht vielmehr darum dich allmählich davon zu lösen und anstelle dessen zu Deinem natürlichen Bewusstsein zurückzufinden (welches durch Diäten, unser Überangebot an Nahrung oder auch verarbeitete Nahrung verloren geht), was Du durch die Auseinandersetzung mit Deiner Intuition und Achtsamkeit wieder zurückgewinnen kannst.


Höre auf Dich zu kritisieren


In vielen Situationen unseres Lebens sind wir selber unsere allergrößten Kritiker. Wenn uns ein Missgeschick passiert, lassen wir kein gutes Haar an uns und wir quälen uns selber, indem wir negative Erfahrungen aus der Vergangenheit immer und immer wieder aufs Neue durchkauen und durchleben. Was würdest Du hierzu einem Menschen raten der Dir wichtig ist? Was würdest Du Deiner besten Freundin oder Deinem besten Freund wünschen? Versuche einmal eine Zeitlang einfach wahrzunehmen, wie Du über Dich denkst. Frage Dich ganz konkret, was würde ein Mensch, der Dich liebt, zu Deinen Gedanken sagen? Mit welchen Augen würde er Dich sehen? Beginne also etwas freundlicher mit Dir selber zu sprechen und positiver über Dich zu denken. Fange an, Dich als Menschen zu behandeln, der Dir etwas bedeutet. Blicke liebevoll auf Dich selber, weniger verurteilend auf Deine Fehler (denn die sind menschlich und wir haben sie alle) und richte den Blick nach vorne (morgen läuft alles wieder besser), verzeihe Dir und tue Dir selber gut!


Sei stolz auf Dich


Du hast eine Aufgabe gemeistert? Dann sei stolz auf Dich! Egal, wie groß sie war! Du darfst auf jeden Schritt, den Du in Deinem Leben gehst, auf jede Entscheidung, auf jede Leistung, egal wie klein sie Dir vorkommen mag, stolz sein! Nimm Dir einen Zettel und einen Stift und zeichne mal Deine Lebenslinie. Trage alles ein, was Dir an Meilensteinen, Erfolgen, Entwicklungsschritten, etc. einfällt. Blicke auf all das zurück, was Du bisher in Deinem Leben erreicht, geschafft und gestaltet hast. Du wirst überrascht sein. Das sind DEINE Fähigkeiten, DEINE Ressourcen, DEIN Talent, Engagement, Fleiß,…Also feiere Dich! Ein Erfolg ist ein Erfolg ist ein Erfolg…!!!!


Nimm Dir Zeit für Dich


Versuche in Deinem Alltag Zeit für Dich einzubauen. In dieser Zeit darfst Du selbst einmal für Dich im Mittelpunkt stehen. Sei liebevoll zu Dir und kümmere Dich um Dich!

Dabei musst Du ganz individuell für Dich herausfinden was Dir gut tut und was Du brauchst. Das kann ein Spaziergang in der Natur sein, ein heißes Bad, ein gutes Buch, Yoga, Meditation oder vielleicht eine Massage. Vielleicht sehnst Du Dich auch nach einem guten Gespäch. Sei kreativ. Wofür nimmst Du Dir im Alltag zu wenig Zeit? Du kannst Dir auch ein Journal zulegen, indem Du aufschreibst, was Du in der nächsten Woche für Dich tun möchtest, welche Gedanken oder Fragen dich beschäftigen, welche Ziele Du erreichen möchtest, oder auch Träume, die am Morgen nachhängen. Übe Dich auch hier in Achtsamkeit und nehme Impulse Deines Körpers sowie Emotionen in Dir wahr. Bereits eine ‘bewusste‘ kleine Atemübung in eine angespannte Stelle im Körper hinein, kann selbst an der roten Ampel mit sich streitenden und schreienden Kindern auf der Rückbank, wahre Wunder bewirken.


Übe Dich in positivem Denken


Nimm Deine Gedanken mal für ein paar Tage lang ganz bewusst wahr. Beobachte sie einfach nur. Wie oft sind Deine Gedanken negativ und wie oft positiv? Welche Gedanken sind das? Was denkst Du in verschiedenen Situationen von Dir selber? Vielleicht erkennst Du sogar ein Muster.

Im nächsten Schritt versuche Dir vorzunehmen immer mehr dieser negativen Gedanken positiv umzuformulieren. Du wirst sehen, das funktioniert! Und es verändert Deinen Blickwinkel. Du wirst automatisch beginnen eine neue Haltung einzunehmen, Dich stärker zu reflektieren, erkennen, dass alles selten so negativ ist, wie es Dir im Moment erscheint. Oft sind es kleine lapidare Alltagssituationen, die uns die Laune verderben, die das Fass irgendwann zum Überlaufen bringen. Wenn Du aber zum einen immer achtsam für Dich sorgst und zum anderen lernst, auch negative Situationen für Dich positiv umzuwandeln, dann wirst Du nicht nur das Gefühl von Selbstwirksamkeit in Dir verstärken, vielmehr wirst Du eine insgesamt positivere Haltung dem Leben gegenüber entwickeln.

Natürlich gibt es Momente im Leben, die Dir wie ein großer Mist- oder Scherbenhaufen vorkommen. Aber selbst diese Momente können wir lernen anzunehmen, wie sie sind, sie als Entwicklungsaufgabe für uns zu sehen. Du kannst Dich fragen, wie Du aus dieser Situation herausgehen möchtest. Mit welchem Wissen? Mit welcher Energie? Frage Dich, was Du brauchst, um diese Aufgabe positiv zu bewältigen. Welche Optionen hast Du? Welche Ressourcen kannst Du nutzen? Es gibt nie nur schwarz oder nur weiß. Es sind immer beide Anteile von zwei Seiten gegenwärtig. Im Spirituellen gibt es sogar im Grunde nur Eins. Wo Schatten ist, ist auch Licht. Wo ein Anfang ist, ist auch ein Ende. Wo Freude ist, ist auch Trauer…. Es gibt keinen Menschen, dem nur Unglück wiederfährt. Es gibt aber Menschen, die ihre Realität gänzlich als ,,Unglück‘‘ wahrnehmen. Diese Wahrnehmung lässt sich verändern.


Auch wenn diese Strategien hier nur vereinfacht zusammengefasst sind, hoffe ich, dass sie Dir als kleine Richtungsweisung oder Starthilfe weiterhelfen. Vielleicht dienen sie Dir auch als Impuls, um im Alltag mal wieder innezuhalten, dich wahrzunehmen, ein kleinwenig achtsamer zu sein und vielleicht auch einmal wieder anzuerkennen, was Du bist und leistest. Du bist einzigartig, wundervoll und richtig, genauso wie Du bist!!


Solltest Du weiter in dieses Thema eintauchen oder Dich intensiver mit Deinen Glaubenssätzen auseinandersetzen und diese auflösen wollen, hast aber das Gefühl, dass Du dabei Unterstützung benötigst, darfst Du mich sehr gerne kontaktieren. Bei einem kostenlosen Klärungsgespräch können wir gemeinsam herausfinden, ob Dir ein Coaching mit mir dabei helfen kann.


Alles Liebe und viel Erfolg auf Deinem Weg zu mehr Selbstliebe!


Deine Jessica


kontakt@jessica-eick.de


 
 
 

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